#79 ACTION BPMN, „ALT ruft NEU“

Moin zusammen! Hier ist processpitch – die Show für alle, die bei „Big Bang“ nicht an eine Serie, sondern an schlaflose Nächte und explodierende Budgets denken. Heute haben wir Action BPMN mit einem Gast, der so weit weg sitzt, dass die Latenz fast schon ein eigener Prozessschritt ist: Maximilian Kamenicky, live aus Kyoto (oder Frankfurt, je nachdem, welche Cloud gerade schneller ist).

Wir haben uns angeschaut, wie man den „alten Hobel“ Camunda 7 mit dem glänzenden neuen Spielzeug Camunda 8 verheiratet. Hier ist das Protokoll für alle Migrations-Muffel:

Alt ruft Neu: Die Hybrid-Hölle als Chance

Wer glaubt, man schaltet Freitagabend Camunda 7 ab und Montagfrüh läuft alles auf 8, glaubt auch an den Osterhasen. Max zeigt uns den „Migrationspfad“:

  • Big Bang? Nur was für Leute mit zu viel Mut oder zu wenig Prozessen.
  • Hybrid-Ansatz: Wir lassen die alten, stabilen Prozesse in Ruhe („Never change a running system“), flanschen aber neue Features direkt an Camunda 8 an.
  • Der Clou: Ein Prozess in Kyoto (C7) stößt einen Prozess in Frankfurt (C8) an. Das ist globale Orchestrierung – oder wie Mirko sagen würde: Wir schicken eine Instanz einmal um den Globus, nur um einen Kaffee (mit Schlagobers!) zu bestellen.

External Task Worker: Die Brücke über den Daten-Abgrund

Wie reden die beiden Welten miteinander? Durch den External Task Worker.

  • C7 Welt: Relationale Datenbanken, Java Delegates und ein bisschen 90er-Jahre-Charme.
  • C8 Welt: Elastic Search, Cloud-native und deutlich weniger „Anfass-Gefühl“, da Closed Source.
  • Der Trick: Maximilian hat den Worker so programmiert, dass er als Doppelagent arbeitet. Er meldet sich bei C7 an, zieht sich die Arbeit und schiebt sie rüber zu C8. Wenn C8 fertig ist, brüllt der Worker zurück: „Erledigt, du alter Knacker!“

Die Revanche: Wenn der Trappuccino 22 Euro kostet

Im Live-Showcase (diesmal ohne Technik-Fail, Respekt!) wurde ein Orderprozess durchgezockt:

  1. Start in C7: Formular ausfüllen. Mirko bestellt einen Luxus-Kaffee für 22 Euro (wahrscheinlich mit Blattgold-Schlagobers).
  2. Worker-Action: Der Worker erkennt: „Oh, eine Zahlung! Das kann das neue System viel schicker.“
  3. Hüpfer nach C8: Die Zahlung wird in der Cloud abgewickelt. Variablen wie Kundennummer und Preis wandern nahtlos mit.
  4. Fehler-Simulation: Weil wir Action wollen, lassen wir die Kreditkarte platzen. C8 wirft einen BPMN-Error, biegt schick ab und informiert C7: „Kunde ist pleite, aber wir haben’s ordentlich dokumentiert.“

Lessons Learned für Prozessretter:

  • Java Delegates sind die Sackgasse: Wer tief in den internen Code von C7 gegriffen hat, hat beim Umstieg jetzt Tränen in den Augen. External Tasks sind die Eintrittskarte in die Zukunft.
  • Annotationen-Ping-Pong: In C7 kleben die Infos noch an der Klasse, in C8 wandern sie direkt an die Methode (@JobWorker). Das ist ein bisschen wie Möbelrücken – anstrengend, aber danach sieht’s moderner aus.
  • SLA-Panik: Camunda 7 hat bald keinen Support mehr. Wer High-Stake-Prozesse fährt, sollte langsam anfangen, die Koffer zu packen, bevor der Strom ausfällt und keiner mehr weiß, wie man die Kiste wieder anbekommt.

Fazit: Man muss nicht alles sofort wegschmeißen. Aber wer heute noch so programmiert, als gäbe es kein Morgen, wird von der Zukunft (oder von Maximilian) gnadenlos eingeholt.

Nächstes Mal schauen wir uns an, was passiert, wenn es richtig wehtut: Migration von Java Delegates. Schnallt euch an!


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