Danke Theresa Klose (ENERTRAG), Fabian Ludacka (TIM Solutions) und Björn Richerzhagen (MINAUTICS)
In diesem Webinar führte Mirko drei Experten zusammen, die zeigten, wie man Prozesschaos in eine harmonische Orchestrierung verwandelt. Die zentrale Frage: Wie schafft man die Brücke von der Dokumentation zur lebendigen Automatisierung?
Du siehst den kompletten Weg – von der Analyse bis zur laufenden Prozessinstanz.
1. Akt: Die Partitur erstellen – Björn Richerzhagen (MINAUTICS)
Björn macht klar: Eine gute Dokumentation ist die Voraussetzung für Automatisierung. Er zeigt am Beispiel eines Installationsprozesses eines Energieunternehmens, wie du mit BPMN 2.0 arbeitest.
Sein Ansatz: Du brauchst unterschiedliche Detailgrade. Die Geschäftsführung sieht eine Übersicht, die Fachabteilung erhält eine detaillierte Anleitung. BPMN ist dabei mehr als nur Zeichnen – es ist eine ausführbare Sprache. Sein entscheidender Punkt: Aus guten fachlichen Modellen kannst du direkt technisch ausführbare Prozessmodelle ableiten.
2. Akt: Das Orchester zum Leben erwecken – Fabian (Tim Solutions)
Fabian demonstriert live, wie du das dokumentierte Modell in die Tat umsetzt. Sein Tool, Tim Flow, importiert das BPMN-Modell und macht es sofort lauffähig.
Du siehst, wie der Prozess vom Fachbereich konfiguriert wird – ohne Programmieraufwand. Aufgaben werden automatisiert delegiert, Formulare digitalisiert und Schnittstellen zu bestehenden Systemen eingebunden. Der Clou: Du siehst in Echtzeit, wo sich jede Prozessinstanz befindet. Aus dem statischen Diagramm wird ein lebendiger, transparenter Workflow.
3. Akt: Die praktische Aufführung – Theresa Klose (ENERTRAG)
Theresa bringt die Realität ein. Bei ENERTRAG, einem wachsenden Unternehmen für erneuerbare Energien, herrscht typisches Mittelstands-Chaos: Silodenken, Excel-Lösungen und komplexe Systemlandschaften.
Ihr Ansatz: Bevor du automatisierst, musst du verstehen. Sie dokumentiert zunächst die Prozesse in BPMN, identifiziert Schmerzpunkte und schafft ein gemeinsames Verständnis. Erst dann kommt die Technologie ins Spiel – etwa um brüchige Prozesse wie die Rechnungsbearbeitung zwischen verschiedenen Systemen zu überbrücken. Ihr Leitsatz: Ein schlechter automatisierter Prozess bleibt ein schlechter Prozess.
Das Fazit: Vom Flickenteppich zum dirigierten Orchester
Die drei Ansätze ergänzen sich perfekt:
- Verstehen und dokumentieren (Björn)
- Technologisch umsetzen (Fabian)
- Praktisch einführen und begleiten (Theresa)
Die gemeinsame Erkenntnis: BPMN ist das verbindende Element. Es ist die gemeinsame Sprache für Fachbereich und IT, die den Weg von der Dokumentation zur Automatisierung ebnet. Prozessautomatisierung ist kein IT-Projekt, sondern eine disziplinübergreifende Aufgabe, die klare Strukturen, die richtige Technologie und die Einbeziehung der Menschen braucht.
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