🔴 DER TALK #100 – Prof. Dr. Jan Mendling: BPM-Fundamentals, KI-Prozessrevolution & Mining ohne Hype
Beschreibung
Zur 100. Jubiläumsausgabe lassen wir die Korken knallen und holen uns echte Prominenz an den Tisch: Prof. Dr. Jan Mendling (HU Berlin) – Co-Autor des weltweiten Standardwerks „Fundamentals of Business Process Management“, Vordenker und einer der meistzitierten Köpfe der BPM-Szene.
Wer jetzt steifes Akademiker-Gerede erwartet, hat keinen Schimmer von Business Process Entertainment. Wir ziehen dem Thema den Elfenbeinturm-Stecker und stellen die relevanten Fragen: Wie erklärt man Prozessmanagement auf der Gartenparty? Warum macht gutes IT-Design Prozesse oft kaputt, bevor es sie besser macht? Und wie sieht die Zukunft aus, wenn Sprachmodelle und Vibe-Coding den klassischen BPM-Lebenszyklus auf Links drehen?
Die wichtigsten Highlights & Meilensteine der Episode:
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Die Gartenparty-Erklärung: Warum Prozesse wie eine gute Bankfunktion arbeiten müssen – unsichtbar für den Kunden, aber hochgradig durchdacht im Hintergrund.
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C128, Terminal-Kassen & Bundesliga-Code: Ein persönlicher Blick auf die Anfänge. Warum Gaming der beste Einstieg in die IT war und was wir von der alten Aldi-Kasse über Effizienz lernen können.
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BPM Life Cycle auf Steroiden: Generative KI hebt die Prozessmodellierung auf ein neues Tempo. Aber: Während das Erstellen von Modellen minutenschnell geht, wird das Validieren und Prüfen zur echten Mammutaufgabe.
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Tacheles-Talk zum Thema Process Mining: Warum Flach-Dateien und klassische Event-Logs im Mining zu viel Semantik verschlingen – und weshalb Jan Mendling mit Noreja voll auf Graph-Datenbanken setzt, um reale 1:n-Geschäftsobjekte ohne Verluste abzubilden.
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Open Source & Digitale Souveränität: Über die Gretchenfrage der IT-Branche, das Abkaufen freier Plattformen durch Branchenriesen und die echte Gefahr von Konzentrationseffekten im Maschinenbau.
Die Timeline:
00:01 - Intro & Jubiläum: 100 Folgen processpitch für Prozessretter
03:04 - Der Gartenparty-Test: Wie erklärt man Prozesse ohne Buzzwords?
05:32 - Schlüsselerlebnis Deutsche Bank: Der Wandel vom Terminal zum PC
08:51 - Nostalgie-Ecke: C128, Bundesliga-Simulation & 80er-Jahre-Gaming
12:37 - Die Don-Norman-Philosophie: Warum schlechtes Design Prozesse ruiniert
17:08 - Viele Hüte, eine Woche: Wie organisiert ein BPM-Professor seinen Alltag?
23:13 - Lehrbuch-Klassiker: Die Neuauflage der "Fundamentals of BPM"
25:35 - KI im BPM Life Cycle: Das Rädchen dreht sich deutlich schneller
31:48 - Text-to-BPMN im Praxistest: Vom Regelwerk zur Prompt-Magie
35:19 - Das Prüfer-Dilemma: Warum Validieren das neue Nadelöhr wird
38:09 - Zukunft, Kostenfalle & Vendor-Lock-in bei Sprachmodellen
43:44 - Die Gretchenfrage: Wie hältst du es mit Open Source?
45:49 - Noreja-Mining: Warum Graph-Datenbanken klassischen Event-Logs überlegen sind
52:11 - Bündeln & Entbündeln: Komplexe Geschäftsprozesse richtig abbilden
57:38 - Mittelstand & Partner-Netzwerke: So gelingt der Praxiseinstieg
1:00:43 - Die persönlichen Fragen: Archäologie, Ägypten & Monty Python
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Transkript
H Sendung, also offiziell inoffiziell ist es glaube ich ein paar mehr, aber hte Sendung äh da lohnt es sich durchaus mal ein Talk zu führen mit jemanden, bei dem es sich wirklich lohnt, diesen Videoclip ja abzuspielen. der Experte. Wen hab wir heute zu Gast? Äh, es ist der einzigartige Jan Mänling. Hallo. Grüß dich. Hallo. So, ich hab's ganz kurz gemacht, weil wir nämlich ganz viele Fragen haben.
Wer wer wer Jan Mänling nicht kennt, ja, der möge jetzt bitte [räuspern] abschalten. Der hat seinen Beruf und und das Thema verfehlt. Kann man das so sagen? Nö, würde ich so nicht sagen. Nee, aber wenn du so sagen magst, sag mal. Okay, [gelächter] ich darf das so sagen. Ich Wir kennen uns persönlich noch nicht.
Wir haben gerade festgestellt im Vorgespräch, wir sitzen beide in Berlin und sind uns noch nicht über den Weg gelaufen. Da sieht man mal, wie groß die Stadt ist, oder? Ja, es ist eine Qual. Es dauert ewig von A nach B. Ähm, das muss man immer mit einplanen. Es sind lange Wege. Ähm, also wenn ihr in Berlin seid, äh fragt nicht, ob er jemanden trefft, sondern wo, sonst äh ist das eventuell schwierig.
Aber es gibt Leute, die haben die Vorstellung, okay, ich kenne auch ein Berliner, ja, hast du den schon mal getroffen? Ja, also dann finde ich es immer ein bisschen schwierig dann nein zu sagen, also wenn sie glauben, äh man man läuft sich hier mal über den Weg. Ich bin ja auch in den Norden, also du bist dann schuldig, dass du mich noch nicht persönlich getroffen hast.
Also, wir haben schon mal fast nebeneinander gesessen auf einer Veranstaltung von dir. Ähm ähm aber persönlich gesprochen haben wir uns da in dem Zusammenhang noch nicht. Du, ich entschuldige das, ich bin nämlich in den Norden gezogen. Ja, ich bin ja eigentlich schon gar nicht mehr Berliner, also. Ach so, ja.
Okay, dann lass uns mal ein bisschen konkreter werden. Ich sitze hier nördlich raus in Wandlitz. Wo bist du? Ich jetzt wird's peinlich. In in Caro. [gelächter] Okay. Ja, gut. Hätten wir, also wer es nicht weiß, ja, das ist ein Katzensprung. Also das ist, da ist man [gelächter] in die Stadt äh in die Stadt länger unterwegs als ähm in die Stadt in Anfangstrichen als so. Okay. Ähm gut.
Ja, dann wissen wir ja, was wir beim nächsten Mal vorhaben. [gelächter] Äh, ich bin knallhart vorbereitet heute. Ja, ich kurz. Ja, ich bin wirklich knallhart. Ich davon davon gehe ich jedenfall aus. Ähm, ich habe, wir fangen wirklich investigativ bis zum geht nicht mehr, fange ich an.
Ja, wir versuchen uns mal vorzustellen. Ähm, du bist umgezogen und hast neue Nachbarn, damit fangen wir an. Ja, die haben dich zu einer Gartenparty eingeladen. Du weißt, die haben mit Informatik und Prozessen überhaupt nichts am Hut. Ähm, kannst du mal kurz erklären, was du machst? Also, kannst du mal Elf Rede, die dich eingeladen hat, kurz erklären, was du tust.
Ja, ich ich spreche mir nicht über das, was ich tue, sondern was mich dann interessiert, das das sind Prozesse. Ähm und Prozesse sind aus meiner Sicht deshalb so interessant, weil natürlich wir in der komplexen Welt leben. Ähm wir sehen, wie Dinge passieren, wie uns Dinge angeboten, geliefert, geleistet werden und da passiert ganz viel im Hintergrund.
Äh und wir merken es dann oft nur, wenn irgendwie was schiefgeht, ähm dass da irgendwie was nicht funktioniert, äh und fragen uns dann, na ja, wie wie kann es denn sein, dass da irgendwie was schiefgeht? äh weil diese ganze Komplexität, die bleibt uns normal verborgen und das ist ja auch aus einer Sicht eines Unternehmens der Sinn, diese Komplexität von Kunden abzuschirmen.
Und ähm wenn man dann allerdings irgendwas besser organisieren möchte, dann muss man das aufbohren. Ja, und man muss sich das genau anschauen und genau verstehen, dass man da die Stellschrauben richtig setzt und das ist, was Prozessmanagement probiert zu leisten und das ist für Unternehmen super wichtig. Mm.
Viele Leistungen sich in Märkten behaupten müssen, die kompetitiv sind, wo Leistungen vergleichbar sind. Nehmen wir mal sowas wie den Bankensektor kennt jeder. Jeder hat ein Konto. Na ja, warum soll ich denn jetzt bei Bank A oder B mein Konto aufmachen? Na ja, äh vielleicht, weil ich in der einen Bank besser bedient werde und damit dieses besser bedient sein passiert, brauchen die zwangsläufig besser organisierte, schlankere, schnellere, qualitativ hochwertigere Prozesse.
Das heißt, die meisten Unternehmen müssen sich im Wettbewerb über ihre Prozesse behaupten. Äh und deshalb sind Prozesse so wichtig. Okay, damit beschäftigst sich du dich den ganzen Tag. Das erklärst du dann auf der Party, so also, dass du sagst, okay, das ist das, was dich interessiert und deswegen machst du Okay.
Äh, gab's Schlüsselm, wo du gesagt hast, okay, Prozesse sind cool, äh mit denen muss ich mich beschäftigen im Nachhinein betrachtet. Ja, also es gab so ein ähm es gab ähm es gab eine Weichenstellung, wo sich das so rauskristallisiert hat. Das ist schon ein bisschen her. Ähm 30 Jahre sind verstrichen.
Ähm habe ich Ausbildung gemacht bei der Deutschen Bank damals äh nach dem Abitur noch vorm Studium und äh durch irgendeine Fügung landte landete ich dort in einem Bereich, der nannte sich Betriebsorganisation und IT. Ja. Und dort kam ich so das erst mal mit dem Berührung, was da eigentlich so auf der IT-Seite alles funktionieren und laufen muss, damit so eine Bank funktioniert schon damals.
Ja, du hast [schnauben] du hast die ganzen Koboldentwickler getroffen damals. Äh auch das war ein klein bisschen später. Die Kobolent Entwickler habe ich auch getroffen. Das war tatsächlich damals so eine Zeit in der Deutschen Bank, wo ähm ähm wo so ein Quantensprung anstand, ähm die IT zu modernisieren.
In der Tat war man damals noch sehr komplett in dieser Mainframe Welt. Ähm es passierte Umstellung dann auf äh Desktop Computersysteme äh und ähm andere Lösungen, die darauf aufbauen. Also weg von diesem klassischen äh 3270 Terminal Fenster. Mhm. Ähm und das war das war wirklich eine tief einschneidende Veränderung in der Bank.
Ähm wir hätten damals Leute, die halt mit diesen Fenstern ähm und den Terminall Lösungen schon viele Jahrzehnte gearbeitet haben und alles, was man da ja macht, ist man bedient über die Tastatur. Da gibt's keine Maus. Ähm man muss da halt irgendwelche äh Tasten drücken, damit das passiert, was man da wünscht.
Äh und das war so ähnlich wie vielleicht der ein oder andere das kennt noch so aus dieser ähm Aldi Kassenzeit von vor 10 Jahren, äh wo man dann halt Leute hatte, die waren so antrainiert und die waren dann so schnell da irgendwelche Dinge zu tun, das hat klack klack klack gemacht äh und dann war das Konto eröffnet. Ja. Mhm.
weil die diese Tastenfolgen komplett ähm so runterrattern konnten und diese armen Menschen musste dann halt mit der Maus rum hantieren äh und na ja, da schau äh da hat alles irgendwie zehn mal so lange gedauert, bis man da mal irgendwie gefunden und geklickt hat. Äh eigentlich so auch so ein schönes Beispiel, wie man mit einer gutgemeinten IT-innovation äh die Prozesseffizienz auch wieder zerhacken kann.
Ja, wenn man da nicht die ganzen Implikationen im Blick hat, ähm was da was damit dran hängt und was dann passiert, wenn die Leute anfangen, da die Systeme zu nutzen. Und äh in in der Zeit habe ich halt so diese Verflechtung von ähm organisatorischen, operativen und IT-benen Themen angefangen ein bisschen besser zu verstehen und das hat mich dann ins Studium in die Wirtschaftsinformatik geführt.
noch ein Stück weiter vorher hättest du auch anders gehen können, das exklusive Gateway in der anderrichtung zeigen können. Was was wärst du dann geworden? Ja. Ähm na ja, das ist das Problem ist ja in der Schulzeit hat man so Ideen äh wo man sich in der Welt platzieren möchte, die man kennt. Ähm ich kannte damals zu Schulzeiten halt eigentlich nur nicht viel mehr als die Schule.
Stamm aus dem Lehrerhaushalt und woll sagen, da wollte Lehrer werden. [gelächter] Da konnte ich mir nichts anderes vorstellen, was auf der Welt gibt, als Lehrer zu werden. Aber mein Opa war Lockführer und das fand ich auch irgendwie cool, aber so fürs eigene Tun habe ich damals gesagt, na ja, vielleicht wä ich Mathele Lehrer.
Mal sehen. [gelächter] Okay, ist nichts draus geworden, zum Glück. Ähm, wie sah dein erster Rechner aus und was ist drauf gelaufen? Ich hatte also meine [schnauben] erste Berührung mit Rechnern ähm stell aus der Zeit Spielkonsolen früher 80er, die hatte ich nicht selber, aber ich hatte Freunde, die hatten so eine Atari Konsole.
Ja. Und ähm da sind wir immer alle gerne nachmittags zu Besuch gegangen. Äh und haben dann da so Dinge wie äh wie Frogger oder Pong gespielt. [gelächter] Ähm Okay. Ja. Ja. Äh und das äh äh das war eigentlich lange dann so mein meine Berührungspunkte mit Computertechnik, dass das halt ein Spielzeug war. Ja.
Ähm ein Freund von mir hatte dann ein C64er äh und wir haben dann da mit Dataet, also diesen Datenkassetten äh 7 Minuten lang Spiele geladen äh um die dann zu spielen. Mhm. Und irgendwann hatte ich dann auch das Glück, dass äh ein eigener C128 dann irgendwann unterm Weihnachtsbaum lag und ähm da habe ich dann mit rumgespielt.
Ähm äh es gab da einerseits halt so so diese typischen ähm Jump and Run Spiele ähm so Vorgänger von dem, was heute vielleicht viele so aus äh von Mario Brothers spielen kennen. Ähm und so so Spiele, wo man mit Raumschiff und irgendwelche anderen äh Dinge abschießen muss. Und es gab auch noch ein Spiel da bin ich erst mal mit äh mit ja mit Programmiersprachen in Berührung gekommen. Das hieß Bundesliga.
Äh und dieses Bundesligaspiel äh das war so ein komplett textbasiertes Spiel. Ja. Äh man musste da h seine Spieler auswählen, äh einkaufen, verkaufen und aufstellen. Äh dann hat dieses Spiel, dann war Spieltag. Dieses Spiel hat dann irgendwie im Hintergrund gewürfelt ähm und über eine Simulation, wie das Spiel ausgeht.
Und dann gab's dann eine Tabelle und da habe ich so die ersten Möglichkeiten dann gefunden. Ah ja, ich kann ja da im Code irgendwie ähm mein Lieblingsverein da auch in die in die Spieleliste reinstellen und äh du hast gecheatet oder oder war na nee nee gecheatet habe ich nicht aber ich habe dann halt als 1860 München dann halt an der Bundesliga teilgenommen.
Ähm und ähm da habe ich dann so ein bisschen gesehen, okay, was dann an ähm an Quellcode dahinter steht und wie man anfangen kann ähm da Dinge zu verändern. Das war so der erste einfache Einstieg da in die Richtung. Äh wenn ich das höre, verteufelst du das Gaming als Einstieg in die IT? Äh überhaupt nicht, ne? Also oder ist das äh was du heute anders siehst? Ist das etwas, was da anders? Ja, ich kan ich kann es nicht so richtig vergleichen, weil natürlich ähm äh mit also damals waren wir ja noch viel näher an den
Rechnern dran als heute. Ähm sind ja verschiedene Abstraktionsschichten dazwischen eingezogen. Ähm und ähm man lernt vielleicht ein bisschen weniger über das äh was dann im Hintergrund alles abläuft und passiert, aber ja, auf jeden Fall. Also, das ist sicherlich ein schöner Zugang.
Ähm, ich habe meine Tochter, die die malt gerne äh in PowerPoint Folien oder klickt mal ein bisschen rum und ähm klappert über die Tastatur. Mhm. Ist gut, wenn sie da dran Spaß hat. Ähm, ich weiß nicht, ob man die Tastatur in 10 Jahren noch braucht oder andere Schnittstellen haben, aber äh das ähm es gibt ih so ein bisschen Gefühl äh wie dieses Ding funktioniert und ähm das Gefühl, wie es funktioniert ist so das erste, dass man damit umgehen kann.
Also insofern finde ich das schon gut. Ja, aber hat Apple nicht dazu beigetragen, dass man genau darüber nicht mehr nachdenkt? Also dieses, das was du gerade angesprochen hast, also diese Zwischenschicht, die dann ähm das eigene Denken abschirmt von der von dem, was im Rechner passiert und und einfach nur Konsum heißt, das ist doch eher gefährlich, oder? Zuerst mal aus der Sicht von Apple ist natürlich gutes Design.
Also, das äh ist ja natürlich auch das Ziel, dass ähm ich mich als Benutzer von irgendwas, sei es ein Computer oder sei es ähm ja, in vielen Büros hast du dann da irgendwelche äh Lichtschalter und guckst dann und suchst und wenn ich hier drücke, geht denn da die Lampe endlich an? Äh oder äh oder da geht irgendwo was aus.
Ähm das das ist ja schlechtes Design. Ja, also du willst ja eigentlich äh deine Technikschnittstelle so den Nutzern darstellen, dass sie sofort wissen, was los ist. Also so ein so so ein typischer Herd äh funktioniert viel besser als so so eine typische Lampensteuerung in dem Büro. Ja. Dass man einfach sieht, ich muss da drücken und dann passiert irgendwie was.
Und das ähm das ist ja das Ziel. Äh und das finde ich äh das das macht Apple sehr gut. Ähm ähm bin auch ein großer Fan von äh von Don Norman äh der ja an vielen von den ähm großen Designideen im Hintergrund mitgearbeitet hat. Äh ähm schönes Buch, The Design of Everyday Things. Ähm kann ich jedem empfehlen. Ähm man fühlt sich besser äh und denkt nicht ah, ich bin ja so blöd irgendwie, dass ich jetzt irgendwie nicht [gelächter] bedient kriege.
Die Technik soll das eigentlich leisten. Ja. Und ja, das machen die wirklich sehr gut und ähm das ähm kann man auch wertschätzen. Ja, ich ich sitze hier selber von einem Apple Rechner. Allerdings bin ich erst seit äh seit einem Jahr Apple Nutzer. Äh früher habe ich lange mit äh verschiedene Arten von PCs gearbeitet. Okay, du du sagst nichts schlechtes über Apple. Habe ich jetzt mitbekommen.
Das ist also okay, das designtechnisch sind die großartig. Ja, aber ich wollte auf den Punkt, dass du sagst, okay, früher waren wir dichter an dem Rechner dran, ne, weil wir ihn genutzt haben. Wir haben versucht 68 in der Bundesliga spielen zu lassen. Zum einen heute nutzen die Kids das mehr als Unterhaltungsmaschine oder als Berieselungsäh etwas. Ja.
Ähm so ist zumindest mein Eindruck äh bei meinen Gehörn. Ähm das ist nicht nur positiv, finde ich. Ja, also der, also wenn ich, wenn ich äh wie selbstverständlich meinen Mädels erkläre, also hör zu, ja, damit kann man auch das machen, ja? Ach so, wie geht denn das? Ja, also die simpelsten Dinge, von denen wir glauben, dass sie einen Rechner ermöglichen soll, können sie gar nicht. So. Ja.
Ähm, woran liegt denn das? Wie kommt sowas zustande? Ja, sowas äh was meiner kleinen jetzt besonders gut gefällt, ist halt irgendwie sich mit irgendwelchen Videos berieseln zu lassen. Also, das ist äh glaube ich sehr menschlich. Ähm ja. Äh, das Auge ist, glaube ich, unser stärkste Sinnesorgan und ähm äh das hatten wir damals ja auch nicht, also in den 80er Jahren wieder die Computergrafik aussah.
Ich erinnere mich noch, da gab's irgendwann mal so ein auch so ein ähm so so ein Rennspiel. Man saß da quasi im Auto und hatte irgendwie sich über eine äh über eine Fahrbahn gelenkt, die so ein bisschen aussah wie so eine farbige Version von so einer Siebdruck Zeitung und dachte geile Grafik. [gelächter] Ähm äh und das ähm so dieses visuelle das ähm das ist eine extrem starke Ablenkung.
Ja, das ist das ist ein Problem. Ähm, unsere Kleiner hat jetzt so eine Uhr, da kann sie irgendwie mal anrufen, wenn irgendwie was ist, aber äh äh ich will ihr kein kein Gerät mit Videoabspielfähigkeiten in die Hand drücken. Also zumindest sie, ich meine Kinder sind ja unterschiedlich, aber sie ist da sie ist da sehr empfänglich für darauf bauen darauf bauen diese Systeme ja leider Gottes auf.
Ja, also dass dass das passiert, man versucht äh ähm das zu vermeiden, aber das ist schwierig. Okay, gut. Ähm haben wir geklärt. Äh passt du passt also genauso auf, finde ich sehr vernünftig. So. Ähm kommen wir zu den zu den ähm zu den Angelegenheiten äh aus dem Alltag. Ja, du Prozessmanagement ist das eine. Ich sage immer Leben ist Prozess.
Wie organisierst denn du dein Leben bzw. deine Arbeit? Es ist so, dass der Schuster die schlechtesten Schuhe hat oder hast du das alles im Griff? H, ich sag jetzt nichts falsches. Gucken gucken drei Leute zu. Also muss auch äh also ich habe sicherlich ähm selbstverschuldet ähm mich in ein Leben bewegt, wo ich sehr viele verschiedene unterschiedliche Pfade äh und Fäden ähm in der Luft habe.
Äh, das ist ähm das ist manchmal anstrengend ähm da äh die richtigen Prioritäten im Blick zu haben und ähm äh die Dinge ähm so voranzubringen, dass ich nicht zum Flaschenhals werde. Ähm, das ist ein ist eine Herausforderung äh we natürlich so in der in der Unisituation äh oder bei uns auch im Forschungsteam ähm äh viele Dinge dann ähm äh davon ja im besten Fall davon profitieren, wenn ich äh wenn ich dann auch ähm wenn ich da auch ähm aktiv mit reinarbeiten kann.
Äh und äh das klumpt sich dann meistens so auf den Deadlines. Ja, wir haben dann Leute, die natürlich ähnliche Dinge tun. Äh, da sind dann gleiche Konferenzdeadlines, die dann eine Rolle spielen. Äh, dann türmt sich dann vor diesen Deadlines so die Arbeit auf, ähm wo wir dann mit äh mit mehreren Leuten parallel äh an Manuskripten arbeiten.
Ähm, das ist so das eine ähm das, sag ich mal, ist dann eigentlich so so im Kern so das äh das äh das Professorengeschäft. Ähm, dann kommt die Lehre dazu. Ähm, das ist recht gut zur Hand haben, weil es natürlich fest definierte Termine sind, die in der Woche fix eingetragen sind. Ähm, und dann haben wir noch ein paar andere Sachen halt auch mit ähm Ding mit der Praxis.
Ähm, sprechen vielleicht noch separat noch mal drüber. Ähm, das äh das äh ja, das das muss also irgendwie koordiniert werden und äh ich muss einen Überblick behalten. Ähm ich probi mich so zu organisieren, dass ich meine Woche äh inner mehr oder weniger festen Struktur organisiere. Das heißt, äh wenn Dienstag Nachmittag ist, dann weiß ich, da passiert das und das.
Äh und da kann ich die anderen Sachen auch irgendwie dann leichter ausblenden. Äh und muss dann halt auch nicht immer adock ähm Termine suchen mit den Leuten. Also Regeltermine für Dinge, die wichtig sind äh helfen, weil es im Kalender steht, dann geht's nicht verloren. Ja, aber ja, ob das besser geht, wahrscheinlich schon.
Äh schlechter geht sicherlich auch. Äh wir [gelächter] wureln so durch. Ja. Hast du hast du viele Hüter auf? Das ist ja das, was so ein bisschen durchklang eben. Ja, also, dass du also ja mal ein Hut absetzen musst. Jetzt muss ich mal als der Loream denken oder jetzt muss ich mal das machen oder sowas.
Sind das sind das viele Hüte? Wie viel sind denn das? Na ja, also die ähm die wichtigsten Hüte äh also der größte Hut ist ähm äh Humolduniversität. Ähm, dort bin ich einerseits Professor und Lehrstulleiter. Ähm, zum zweiten äh bin ich seitem Frühjahr dort auch ähm Institutsdirektor. Äh, das sind so die die größten Hüte. Ähm, das ist auch sozusagen mein äh mein äh mein mein Einkommen ähm was da was darüber halt entsteht.
Ähm, ich habe dann noch ein paar andere Sachen. Ähm z.B. äh an der Wirtschaftsuniversität in Wien äh war ich sehr lange. Da bin ich weiterhin äh über eine Einbindung mit dem leufenden Lehrauftrag ähm präsent. Äh hab da auch noch zwei, drei Leute, die bei uns damals im Team waren, mit denen ich auch im Projekten zusammenarbeite.
Äh zwei Doktoranten sind dann noch äh sehr aktiv. Ähm und ähm dann gibt's in Berlin hier noch das Weizenbauminstitut. Ja. Ähm, das Weizenbauum Institut ähm ist äh eine sehr schöne äh Verlängerung der universitären Arbeitsbank. Ähm, das äh ist angesiedelt in der Nähe von Bahnhof Zoo, also gut zu erreichen. Wir haben da schöne Räume, die wir auch wunderbar für Transferveranstaltung nutzen können und dort haben wir auch ähm äh eine Forschungs ein eigenes Forschungsteam, was sich ähm mit anwendungsbezogenen Fragen beschäftigt,
die nicht nur mit Prozessen, sondern mit ITM allgemein äh KI Lösungen und ähm äh psychologisch kognitiven Fragestellungen da drumherum beschäftigt. Äh und ähm dann gibt's auch noch mal in Österreich die Gesellschaft für Prozessmanagement. Äh da war ich lange aktiv. Äh habe mich dann mit meinem Wechsel nach Berlin zuerst mal zurückgezogen.
Äh und mach da jetzt wieder mit. Da freue ich mich auch sehr drauf. Da gibt's im äh im Herbst immer eine Veranstaltung, den Process Summit. Und dann gibt's noch die Ausgründung äh Nora aus der Wiener Zeit. Ähm, da fließt auch sehr viel an ähm an Zeit und Aufmerksamkeit rein. Ähm ja, und dann abends zu habe ich auch noch ein ähm paar äh Verpflichtungen hier äh mit äh mit der Familie.
Äh und ähm das will ja das das muss alles irgendwie ausbalanciert werden. Das muss ausbalanciert werden, definitiv. Also ähm ich habe aktuell drei Hütte. Ja, das reicht mir manchmal schon. Ja, nee, vi, aber im Grunde ist es äh ist es ein permanentes Bälle in der Luft halten und äh die Bemühung, den richtigen Hut dann auch äh dann aufzuhaben, wenn es notwendig ist.
Äh Respekt. Also äh Bücher schreibst ja auch noch ab und zu, oder? Bist du aktuell in einem Buch dran oder oder ist es eher die Promophase für alles bisher? Ja. Ja. Mhm. Ja, da wird ja, da wird bald was passieren. Also äh richtig, also das ähm es es gibt zwei größere Lehrbücher äh mit denen ich zu tun habe.
Das ähm fangen mal historisch bei dem Älteren an. Ähm äh ich habe in Wien promoviert am Lchuhl vom Gustav Neumann. Gustav Neumann ist Doktorant gewesen von Hans Robert Hansen, der ebenfalls dort noch am gleichen Institut war, auch zu meiner Zeit noch. Äh und der Hans Robert Hansen hat ähm als ich äh als ich zur Welt kam, hat er äh in dem Jahr an einem Lehrbuch für Wirtschaftsinformatik gearbeitet, ähm was dann 1977 erschien und es war in Deutschland im deutschsprachigen Raum das erste wirklich grundlegende Lehrbuch äh zu diesem Bereich.
Mhm. [räuspern] Das ist dann über die Jahre gewachsen und gedien und dicker und größer geworden. Und ähm die beiden Kollegen haben dann ähm vor etwa 10 Jahren ähm sich gedacht, dass es eine gute Idee wäre, jemand jemand jüngeren reinzunehmen. Äh und ich konnte dann da in die Weitergestaltung dieses Buches dazu kommen.
Und wir sind jetzt mittlerweile in der 12 Auflage, die ähm schon im letzten Jahrzehnt erschien und es ist höchste Zeit, dass ähm die 13. Auflage verfügbar wird, an der arbeiten wir im Moment. Mhm. Ziel ist da, dass es ähm dass wir es dieses Jahr vom vom Arbeiten her abgeschlossen bekommen und dann würde das nächste Jahr verfügbar sein. Äh ähnlich sieht's aus mit den Fundamentals of Business Process Management.
Ähm, dort ähm arbeiten wir auch im Moment äh daran, ähm die äh das Buch zu überarbeiten. Äh, da ist natürlich auch äh eine ganz wichtige Sache für beide Bücher äh die verschiedensten jüngeren Entwicklungen im KI Bereich und bzw. Weise im speziellen dann noch mal für das Bpmbuch ähm die neuen Automatisierungsmöglichkeiten oder Automatisierungsmuster, die sich durch äh KI basierte Systeme, Sprachmodelle, Gentic etc. ergeben.
Ähm das wird, glaube ich, so der äh der Kern der Fortentwicklung des BPM Buches werden. Äh das dieser Bereich ähm äh zugänglich äh und ähm verständlich äh auch möglichst komplett und aktuell dann dargestellt ist. Ähm das äh das sind Dinge, die gab's ähm 2018, als wir das geschrieben haben. So noch nicht.
Ich darauf wollte ich später erst zurückkommen. Wir springen dann gleich mal zu dir zu dieser Frage. Der BPMM BPM Life Cycle, muss der überarbeitet werden? Ja oder nein? Steht das in dem Buch? Ich denke, konzeptionell bleibt das Ding gleich. Ähm äh was sich aber ändert, ist natürlich ähm die ähm äh die Rotationsgeschwindigkeit von diesem Rädchen.
Also ähm das eine Problem war früher ähm sozusagen einmal überhaupt mal eine komplette Runde zu schaffen. Mhm. Und das haben viele Unternehmen nicht hingekriegt. Ähm, man ist dann vielleicht mal in verschiedenen Bereichen bis zur Implementierung durchgestochen und ähm da das Ganze dann oft dann als Projekt organisiert ist, wurde dann sozusagen Software abgeliefert, Prozess ist jetzt da, Projekt ist vorbei und äh ähm genau, dann ähm dann ähm fängt es halt an sozusagen da ähm gelebt zu werden und ähm ähm fängt dann an zu veralten. Ja.
Ja. Ja. Ähm und ähm ich glaube so mit mit den Technologien, die jetzt ähm zur Hand äh uns zur Hand gereichen, ähm sollte man in Zukunft zu diesem Punkt viel viel schneller kommen und ähm dann, wenn man dann sozusagen mal da ist, ähm auch viel viel leichter äh dieses Rädchen in Bewegung halten lassen können, ja, das also fortlaufend dann nachgebessert wird.
ähm äh dass ähm die Prozesse äh aktuell bleiben unds äh nicht nur sozusagen auf dem Papier aktuell bleiben, sondern auch äh in der Ausführungsumgebung damit konform äh den neuesten Stand, die neuesten Anforderungen äh darstellen und ähm na ja ähm das ähm so so ein Durchlauf ähm sind wir bei einem einfachen Prozess schon von mehreren Monaten und ähm äh vielleicht kommen wir irgendwann mal dahin.
dass wir uns ähm mit der Fachabteilung montags bis mittwochs in dem Workshop verabreden und äh am Wochenende ist das Ding fertig. Ähm wenn wir die ganzen Requirements sauber aufgeschrieben haben und bei Clot oder Freunden auf den Knopf gedrückt haben. Mm ähm das ist im Moment so der die Richtung in die es läuft. Ja. Ähm okay, das ist das klassische BPM beschäftigt sich mit ähm also jetzt jetzt kommt der der naive Seller, der sowas fragt. Ja.
Also Vorwarnung, Triggerwarnung sozusagen. Ähm der äh der K das klassische Thema beschäftigt sich mit den existenten Prozessen, die man hat. Ja, man analysiert, man optimiert und und so weiter und so fort. Jetzt gibt's ja diese diese diesen Ansatz, okay, wir müssen uns mit wertschöpfenden äh Ideen beschäftigen, die sich daraus entwickeln.
Also gucken wir nach vorne und analysieren nicht den aktuellen Kram, sondern wir entwickeln auf Basis der des Verständnisses von Prozessen was total Neues. Ja. Und so. Ja. Ähm muss man dafür nicht einen neuen äh Lebenszyklus schaffen oder ist es im Grunde der Life Cycle, den wir da beschrieben haben? Auch für diese für diese Ja, guter Punkt.
[räuspern] Äh der das ist ein guter Punkt. Ähm, also der Lebenszyklus ähm wird ja meistens in der Umgebung benutzt, ähm wo der Ausgangspunkt ein bestehender Prozess ist. Ja. Ja. Ähm das äh da du vollkommen recht. Ähm und ähm dafür macht es weiterhin Sinn. Ähm, es gibt natürlich ähm, das ist jetzt nicht die Antwort auf alle Fragen, es gibt natürlich Fragen, die darüber hinausgehen, ähm wo ähm der Lebenszyklus ja, sagen wir jetzt nicht die typische Antwort wäre. Ja.
Ähm äh und das sind natürlich Fragen, die äh mit Innovation zusammenhängen und das ist äh auch eine Frage, die halt gerne mit KI irgendwie vergessen wird. Äh weil so der typische Ansatz ist ja jetzt haben wir unseren bestehenden Prozess und äh da gibt's irgendwie keine Ahnung zwei, drei Stolpersteine in dem Prozess oder irgendwelche manuellen Aktivitäten, die so mühsam sind.
Ähm lass uns da die Aufgaben mal auf KI ziehen und ähm dann kann der ganze Prozess besser durchlaufen. Ist ja auch richtig. Äh, es ist natürlich inkrementell. Ähm, und es gibt natürlich darüber hinaus natürlich auch noch Fragen, die man sich stellen kann bezüglich KI und Prozessen. Äh, und zwar die Frage, was sind denn Sachen, die wir bis dato gar nicht machen konnten, weil es einfach viel zu aufwendig war.
Und wo können denn Prozesse entstehen, äh die ähm dank KI überhaupt erst möglich werden? Ja, und vielleicht sind das dann Prozesse, die dann halt auch anders gestaltet sind, äh wo man vielleicht das Ganze irgendwie rumdreht äh und äh man ähm man betrachtet irgendeine KI basierte Steuerungseinheit und ähm schaut dann, dass man dort äh gewisse Funktionalitäten äh über standardisierte Schnittstellen der KI bereitstellt.
Das ist ja so die Idee auch, die äh uns äh Sales Force seit ein, zwei Jahren präsentiert. Äh Headless. Ja. Ähm, wir übersetzen unsere ganze solide Geschäftsfunktionalität im Sales äh in MCP Schnittstellen und ähm da alles irgendwie viel adock und hin und her ist, ähm soll dann die KI dafür sorgen, dass zum richtigen Zeitpunkt da die richtigen Operationen aufgerufen werden mit den richtigen Daten.
Ähm und damit kann man dann vielleicht äh Prozesse haben ähm, die die so bis dato gar nicht existiert haben oder so nicht möglich waren. Ja. Äh und das ist ähm das ist eine zusätzliche Perspektive und eine Frage, die man sich bei KI natürlich auch stellen sollte. Ja. Ja. Okay. Ähm wie ist das mit KI und Prozessmodellierung? Ähm, bist du eher, ja, lass die KI das mal machen oder ähm bist du eher ein Skeptiker, was den Einsatz von KI im Bereich der Prozessmodellierung angeht? Ich mag ja das Szenario.
Ähm, wir haben so etwa 2010, 2009, 2010, 2011, äh damals äh war ich an der Humolduniversität in der Wirtschaftsinformatik als Jüerprofessor. Ähm äh da haben wir uns dieses Thema angeschaut. Ähm es gab da zwei Leute, die damals noch im Master waren. Das eine ist der Henrik Leopold. Viele Grüße äh jetzt Professor an der Kühne in Hamburg äh und der Fabian Friedrich äh arbeiten USA für McKinsy äh und die zwei hatten sich ähm parallel zueinander angeschaut ähm wie kann ich aus äh Text Prozessmodelle generieren äh oder umgekehrt wie kann ich aus einem
bestehenden Prozessmodell ähm einen inhaltsgleichen Text ableiten? alles so mit der Idee, äh, dass da vielleicht Menschen äh damit zu tun haben, die sich nicht so leicht damit tun, so diese ganze ähm BPMN äh Syntax Semantik ähm komplett zu durchdringen oder äh griffbereit ähm einsetzen zu können. Und das war damals zu der Zeit eine Sache, die man ähm sehr stark äh auf Basis von feingranularen Regeln ähm mehr oder weniger manuell definieren musste, wie da halt irgendwie Texte zu Pasen waren.
Also dafür gab es Standard äh Standard Funktionalitäten. Diese Pause hat man dann genutzt, die haben einen sozusagen den Satz zerschnitten. Da muss man sich dann überlegen, okay, hier ist ein Verb, da ist ein Nomen, was mache ich denn damit? äh wird hier sozusagen darüber gesprochen, was im Prozess passiert oder ist das, sage ich mal so, so Metainformation, wo gesagt wird, äh gehen mal entweder links oder rechts.
Ähm und insofern hat man da ein sehr komplexes Regelwerk gebraucht, um da für relativ ähm ich sag mal nicht überraschende Satzstrukturen ähm ein halbwegs ordentliches BPMN Modell zu kriegen. Ja, und umgekehrt dann auch in die andere Richtung. Ähm und ähm so mühsam das auch war, ähm äh so ist es doch im Vergleich zu heute äh wo man so eine Fragestellung halt in sein next beliebiges Sprachmodell geben kann und sagen, hier schau mal der Text, mach mir mal ein BPMN Modell da draus.
Ähm so müssen wir da damals uns überlegen, ähm was passiert da eigentlich? Äh und äh wenn das nicht funktioniert hat, ähm dann konnten wir dann letztendlich nachverfolgen und nachvollziehen, okay, das lag jetzt an der oder der Regel oder an dem Fehlen einer anderen Regel, dass das nicht irgendwie ordentlich durchläuft.
Äh und ähm meine für diejenigen, die heutzutage ähm schlichtweg ähm das Bedürfnis haben, ich brauche da jetzt mal schnell ein Prozessmodell, ähm ist es großartig. Ja, also man äh spart sich diesen ganzen Weg und äh man kann dann auch ähm schneller ins Ausprobieren kommen. Das ist ja die Stärke von diesen ganzen generativen Techniken, äh dass man viel viel schneller was sieht äh und dann auch sehr sehr viel schneller sieht, okay, m ist jetzt nicht ganz das, was ich gewollt habe.
Ähm und da kann man iterieren. Ja, also entweder iteriert man dann mit der KI weiter oder man nimmt sich das Ergebnis und iteriert dann manuell mit seinem nächst beliebigen BPMN Modellierungswerkzeug und äh schärft das dann nach. Ja, das das geht dann schneller. Ähm man kann dann auch den Leuten schneller mal was zeigen. Also das äh das finde ich schon eine nützliche Funktionalität.
Ähm, im Endeffekt äh sag mal, wenn es um das Design von Systemen geht, ähm hat man natürlich ähm in vielen Organisationen einen Qualitätsanspruch, dass das alles sauber funktionieren soll. Ja, da wird weiterhin jemand drauf gucken, dass das alles irgendwie stimmt. Ja, also das ist ja doch die so dieses typische Szenario auch im Vibecoding, in der Programmierung, na ja, ähm das Hinschreiben des Codes äh fällt irgendwie weg.
Äh, aber damit ist die Arbeit ja nicht getan und es wird dann ähm so äh so exponentiell wie das Erstellen schneller wird, wird auch das Validieren exponentiell mühsamer. Muss ich das alles dann irgendwie im Detail anschauen, ob das denn stimmt, ob das dann alles so robust ist, ähm äh ob ich da irgendwie alles mitgedacht habe oder die Kaina doch irgendwie was komisches macht, was ich nicht will oder was ähm verantwortungslos wäre, so irgendwie Kunden bereitzustellen.
Äh und dieses Validieren, das ist äh immer noch eine sehr mühsame und anspruchsvolle Tätigkeit. Wo stößt die KI dann an Grenzen? Also sie sie wird uns in Sachen Tempo wird sie uns voranbringen. Ja, was also wir können erste Ergebnisse schneller präsentieren oder überhaupt schneller zum zum Ergebnis kommen.
Ähm, wo ist die Grenze? Was glaubst du? Na ja, warum wird denn die KI eingesetzt? Also die KI fängt dann an zu laufen, wenn irgendjemand irgendein Mensch sich in irgendeiner Situation denkt, ich will was ich brauche was. Äh und ähm solange der Einstiegspunkt in die Nutzung ist, ich will oder brauche was als Mensch, braucht's am Ende irgendeine Schleife, die sagt: "Ah, okay, das ist jetzt tatsächlich das, was ich wollte und brauchte.
" Ja. Ähm und ähm das ähm die zwei Dinge sehe ich weiter als äh als menschliche Aktivitäten und ähm ähm die Komplexität, die einem da erstellt wird, äh ist ein Problem dann bei diesem Validierungsschritt. Also das ist äh das ist sehe ich da fehlt mir jetzt die Fantasie, dass es nicht irgendwie äh weiterhin vor Laschenhals bleiben sollte. Mm.
Okay. Wenn wir mal in die Zukunft gucken. Ja. 5 Jahre vielleicht äh in Sachen BPM äh Systeme. Was wird den sich ändern? Was gibt's denn dann nicht mehr oder was gibt's denn dann auf jeden Fall in ausgeprägterer Form? Ja. Ähm das das ich ich beantworte ich beantwort mal mit einer Frage statt jetzt mit einem Zukunftsbild.
Also, ä, die ich mich frage, ist ähm äh inwi weit ähm die Nutzung äh dieser dieser Sprachmodellsysteme, wie wir es heute alle mittlerweile gewohnt sind, äh das mehr oder weniger kostenlos oder für sehr wenig Geld in Anspruch zu nehmen, äh inwi weit das sich langfristig trägt. ähm das ähm also es gibt Anzeichen zu vermuten, dass wir da im Moment als Nutzer äh in eine Nutzung gebracht werden, die äh hochgradig äh subventioniert ist oder quersubventioniert ist ähm mit der Idee, dass ähm dass dort langfristig äh grundlegende ähm Geschäftsmodelle äh
tragfähig sind. Ist das ist das äh ich sage mal, wenn wenn jetzt folgendes passiert, ähm wenn jetzt folgendes passiert, dass tatsächlich diese Technologie äh dann doch äh irgendwann einmal wieder deutlich teurer würde, ähm dann müsste das heißen, dass wir äh sowohl wir als normale Menschen im Alltag äh als auch wir als äh Unternehmen oder Organisationen äh dass wir ähm diese Technologie viel viel selektiver einsetzen würden.
weil sie für viele Dinge dann doch irgendwie zu teuer würde. Ja, also das äh ähm das ist eine Frage, die ich mir stelle. Ähm, wo kommen wir denn dabei raus, äh wenn jetzt dieses äh exzessive Rumspielen, ausprobieren, aber auch äh professionelle Nutzung, die wir mittlerweile haben, ähm wenn das zu teuer wird äh und die Alternativen dann wieder günstiger werden, wo sich das einpendelt.
Ja, ist das ein großes Vendorlockin Theater, was wir gerade erleben? Also das, was du beschrieben hast, ja, wir schmeißen das jetzt gerade quer quersioniert in den Markt oder auf den Markt und dann ähm lecken wir Blut und wollen das einsetzen und dann kommt der große Crash. Also, man merkt ja in kleinen Schritten jetzt schon, finde ich, ja, also, ja, dass da eine Abhängigkeit aufgebaut wird, die ganzen ist bzw. zu verlassen ist, dieser Weg.
Also, ich sehe es im Moment äh eher als eine Abhängigkeit von einem Technologietyp äh als von einem einzelnen Anbieter. Also, wenn wir den Markt vergleichen, äh so eine so eine Alleinstellungssituation, wie jetzt z.B. Google äh für klassische Websuche hat, Mhm. Ähm, so eine Situation haben wir nicht. Also, es gibt ähm verschiedenste alternative Angebote.
Ähm, natürlich sind die Werkzeuge, die im Moment sehr prominent äh auch diskutiert werden, natürlich auch noch mal äh noch mal leistungsfähiger als die Durchschnittsangebote, aber es gibt ähm sehr sehr viele Durchschnittsangebote und ähm das ähm was den Login bei so einer Technologie eigentlich auch schwächt, ist das äh äh so ein Sprachmodell hat ja echt die simpelste Schnittstelle, die du dir vorstellen kannst.
Ich schmeiß da ein Stück Text rein und ich kriege ein Stück Text raus. Im einfachsten Fall gesprochen, ne? Ja. Äh und hinter diese Schnittstelle irgendwie was anderes zu klemmen, ähm ist das simpelste, was du dir jetzt irgendwie als äh Implementierungsentwickler irgendwie vorstellen könntest. Also insofern äh solange verschiedenste Sprachmodelle äh existieren äh und Anbieter äh genug mit Kapital ausgestattet sind, ähm äh da alternative Angebote zu finden, ja, müssen wir mal suchen.
Also, es gibt es gibt Dutzende von leistungsfähigen äh Sprachmodellen äh die man nutzen kann. Ja, also muss man keine Angst haben, was das angeht. Also, also also in die Richtung habe ich ähm habe ich im Moment keine Angst. Also ich glaube, sei mal schwieriger wird das ähm auch wenn man jetzt das Internet mal betrachtet, das ja auch so, sage ich mal, aus einer sehr offenen ähm Konfiguration kam in den frühen 90er Jahren.
ähm wenn sich ähm wenn sich dort ähm ja ähm Machtzent um diese Technologie etablieren, mm die größere ähm Anwendungs und Funktionalitäts ähm Bereiche ähm integrieren äh die äh bis datum alles separate Anbieter sind. Ja, also wenn we wenn es anfängt sich zu konzentrieren. [schnauben] Ähm und ähm das was jetzt sozusagen so für die Software Entwicklung sehen, äh da ist das noch relativ austauschbar, weil es ist halt alles äh Software Code ähm der dupliziert, äh rumgeschickt etc.
werden kann. Ähm, ich glaub ähm ich glaub gefährlicher sind da Entwicklung äh wenn ähm ähm wenn diese Technologien äh in ähm Produktionsingenieurbereich ähm noch breiter, noch stärker Fußfasst, ähm das ähm ähm das vielleicht irgendwie dann noch ähm noch stärkere Konzentrationseffekte erzeugen kann, wenn man z.B.
sowas wie Roboter produzieren will. Ähm, da reicht nicht, wenn ich mit meinem Laptop mich dahinsetze und irgendwie ähm äh mich in der Informatik wohl belesen, irgendwie clever da anfange, irgendwie selber was zu basteln. Ähm, also sobald die Physik irgendwie ins Spiel kommt und physische Objekte, Gegenstände, ähm Roboter, Anlagen, Fahrzeuge etc.
, äh da ist äh Konzentrationsgefahr viel viel größer als jetzt ähm bei digitalen Produkten wie Softwarme. Mm. Mhm. Bringt mich zur Grätchenfrage, die ich immer stellen muss jetzt in Zukunft. Also äh wie hältst du es mit Open Source? Also Open Source sorgt doch dafür auch in dem Fall, ja, dass es ein, wie sage ich das, unabhängiges Agieren bei der Thematik auch wirklich abgesichert wird oder ist das nicht der Fall? Ja, äh das bleibt hoffentlich so.
Es gibt ein paar Entwicklungen, die da ein FR paar Fragezeichen mit sich bringen. Ähm ähm ich sage mal so, das das physische Analog ist ähm wie halt KI Unternehmen im Moment ähm Bestände von äh von alten Büchern äh Secondh Büchern etc. aufkaufen und ähm zerschreddern, um sie zu scannen. Ähm äh ich fürchte ein bisschen was vergleichbares.
Also äh also Nvidia ist du dabei Hugging Face zu kaufen. Ähm Hugging Face äh als Plattform zeichnet sich dadurch aus, dass halt viele ähm ja neue KI Ideen äh und neue Modelle dort äh über diese Plattform Open Source bereitgestellt werden. Ähm ähm ich weiß nicht genau, was Invidia damit vorhat. Ja, also zumindest, sage ich mal, äh stelle ich mir die Frage ähm wenn dann halt solche äh solche ähm solche IP äh und solche solche intellektuellen Artefakte äh damit dann sozusagen aus der freien Nutzung in die kommerzielle insmerzielle Eigentum wechseln. M ob man
dann solche, sag ich mal, wie das ja auch äh im ganz normalen kommerziellen Markt passiert, dass man sich, dass man Konkurrenz sich vom Markt wegkaufen kann, ähm das äh dass das auch eine Gefahr für die Open Source Bewegung ist, ne? Also die Gefahr ist da, denke ich. Ja. Okay, reden wir über was Positives, also nicht über Gefahren.
Reden wir über Nora. Ja, du machst Pro, du machst den Prozess Mining. Ja. Einer deiner einer deiner Hüte. Warum ist es denn ausgerechnet Process Mining geworden? Ja, das äh das hängt mit der äh mit meinem Interesse an Prozessen allgemein zusammen. Also, es gibt ähm bei Prozessen immer die Herausforderung äh dass ähm sie in einem komplexen Umfeld äh zu finden sind und ähm man kann nicht einfach drauf zeigen und macht dann ein Foto vom Prozess und da ist er.
Äh sondern der Prozess ist irgendwie da und aber auch nicht. Ja. Und ähm äh um ihn zu verstehen ähm muss man sich ihm irgendwie nähern, äh dass man ihn letztendlich äh greifbar machen oder begreifbar machen kann. Äh und da finde ich halt ähm Process Mining Techniken unheimlich charmant ähm mit den ganzen Daten, die wir über die Prozesse in verschiedenen Ecken erzeugen, ähm Analysewerkzeuge zu erhen, die uns den Prozess zeigen, die uns zeigen, was passiert, wann was passiert, wie oft irgendwas passiert. Äh und das ähm das
finde ich ähm finde ich sehr inspirierend. ist das der Anfang, sich mit Prozessen zu beschäftigen, dass er ähm also der der Mensch oder die Firma, die sich mit Prozessen befassen möchte und begriffen hat äh ob der Bedeutung und so weiter und ja, Bescheid weiß und so äh sollen die zu dir kommen, also sollen die zu Norea kommen und sagen, komm, lass mal auf unsere Prozesse gucken, lass mal analysieren, was wir da haben.
Ist das der erste Einstieg? Okay. Ja, absolut. Ja, also ähm das macht sehr Sinn. ähm mit einem Problem äh sich der Technologie zu nähern. Mm. Äh und ähm das ist ein guter Aufschlag ähm zu schauen, wo funktioniert irgendwie was nicht so richtig, aber wir wissen, der Prozess ist wichtig genug, dass wir da eigentlich bessere Kontrolle haben müssten.
Ja, also mit der äh mit der Voraussetzung ähm äh und am besten halt noch äh bieten sich natürlich an in einem komplexen Umfeld, wo äh ich jetzt nicht wie jetzt in einem Kleinbetrieb äh eh alles sehe äh und mit allen sprechen äh und äh alles überblicken kann. Ähm äh dann schafft diese Technologie sehr viel Transparenz äh und ein Ausgangspunkt in der Tat ähm äh im Prozess Lebenszyklus ähm von diesem von diesem ähm von dieser Sackgasse, in die man oft läuft.
Okay, das irgendwie ein Prozess, der läuft irgendwie auf dem System und damit war Ende, weil Projekt war vorbei. Äh, dass man in eine Situation kommt, ähm dass man die großen wichtigen Prozesse wirklich äh fortlaufend ähm äh steuern kann. Ja, und ähm das Steuern erfordert, dass man ein bisschen mehr sieht über den Prozess, als einfach nur irgendwelche Ausgabekenzahlen.
Ähm, ich muss das Gewerk des Prozesses verstehen. Äh, dann weiß ich auch, wenn das das eine Symptom auftritt, ähm ähm wo die Ursache da ähm sich äh eingrenzen lässt äh und ähm dann kann ich an die Ursachen gehen und ähm die Ursachen beheben ist meistens viel viel billiger als äh äh Pflaster auf die auf die Symptome zu kleben oder Schmerztabletten zu schlucken.
Und da entfaltet die diese Technologie ihre Kraft. Okay. Ähm ihr ihr macht ähm etwas anders, also so wie ich das gesehen gelesen habe, ja, als also Nora an sich als Werkzeug, ja, anders als oder anders. Ihr fahrt einen anderen Ansatz als andere Process Mining Anbieter. Äh, habe ich das richtig? Ja, das ist richtig.
Ähm ja, ich sag mal äh mit gewissen Vorbehalten würde ich mich auch trauen zu sagen, äh dass wir dass wir konzeptionell äh einiges grundlegend besser machen. Ja. Äh folgendes Problem. Ähm also so der klassische Process Mining Ansatz funktioniert so. ähm sozusagen die Übergabe äh zwischen meinem operativen System und meinem Analysewerkzeug äh ist ein sogenannter Ereignislog oder Eventlock auf Englisch.
Das ist so äh ähm gestaltet worden ähm in der Zeit, als Process Mining hauptsächlich ein Forschungsthema war. Ähm, wir haben ähm dieses Zwischenformat eines Eventlogs ähm damals in der in der Forschungs Gemeinschaft ähm möglichst einfach und frei definiert. Äh und das war für uns in der Forschung ein riesen Sprung, als wir werden vor 20 Jahren so die ersten echten Datensätze in diesem Zwischenformat äh von Unternehmen haben bekommen können, so dass die sozusagen auch der der breiteren Forschungsgemeinschaft bereitgestellt werden konnten. Äh und
die Leute haben sie alle drauf gestürzt, so jetzt äh jetzt bohren wir da mal rein, was ist denn da in diesen Datensätzen drin? ähm wie kann man dann da irgendwie bessere Algorithmen äh entwickeln und bessere Einsichten in die Prozesse erlangen? Also, das war so die Situation, als diese diese Ereignislocks damals entstanden sind.
Äh und die ähm äh die ersten kommerziellen Werkzeuge haben das dann auch im Prinzip ähm hergenommen als Einstieg ähm für ähm die Funktionalitätsunterstützung sozusagen. Man lädt so eine Datei rein, da kann man sich die angucken äh und da alle möglichen Analyseergebnisse daraus erzielen. So.
Ähm jetzt gibt's zwei Richtungen, die da problematisch sind. Das erste ist äh wie komme ich von meinem operativen System zu diesem Eventlock? Was ich dafür machen muss, äh ich muss mir mein mein Datenbanksystem anschauen von meinem z.B. SAPS System oder vom äh meinem äh Microsoft äh Business Dynamics äh oder von meinem Oracle oder von irgendeinem anderen EAP Anbieter.
Das ist so der typische das typische Quellsystem dafür. Ja, so wenn ich jetzt da ähm die Datenpunkte in den entsprechenden Tabellen identifiziert habe, die da in meinem Eventlock irgendwie aufscheinen sollten, äh dann ist dieses Eventlock Format äh so simpel äh, dass ich ganz viel an Datensemantik wegschmeißen muss, damit es in diesem Format landet.
[schnauben] So, das ist der Schritt eins. Schritt 2, ähm ich lade dann dieses ähm diese Datei in mein Analysewerkzeug, kann mir dann angucken äh und sehe dann Sachen ähm, die mit unter nicht so plausibel sind oder nicht ganz durchgängig nachvollziehbar sind zu den Quellsystemen, weil ich habe ja diese Semantik äh teilweise weggeschmissen.
Wegeschmissen. Das heißt, die Algorithmen sind dann also viel an, sag ich mal, an Arbeit an diesen Algorithmen zielt sie dann darauf ab, okay, kann ich das irgendwie rekonstruieren, was ich da gerade weggeschmissen habe? Ja. Mhm. [schnauben] Ähm, klang für uns nicht so sinnvoll. Ähm, das heißt, äh unsere grundlegende konzeptionelle Idee ist äh, dass wir mit Datenstrukturen von Anfang an arbeiten möchten, die die Komplexität äh und die Semantik ähm der Quellaten äh adäquat ausdrücken kann.
Das heißt, wir sind da bei da äh wir haben dafür Grafdatenbankenstrukturen gewählt. Äh dort können wir im Prinzip äh jegliche Abhängigkeiten definieren, die ich auch so in so einem typischen relationalen Datenmodell habe. Äh und dann kann ich da z.B. ausdrücken, dass in meinem Prozess äh eine Kundenbestellung äh wird in die verschiedenen Positionen runtergebrochen.
Das ist so eine ein zu n Beziehung. äh diese verschiedenen Positionen ähm werden dann separat voneinander äh im ähm führen dann zu zu Entnahmen aus dem Lager. Äh bei der Kommissionierung wird es dann irgendwie wieder zusammengeschnürt und keine Ahnung, wenn da wenn es zu viele Positionen sind, entstehen da vielleicht irgendwie zwei Pakete draus, die ich dann versende.
Äh oder vielleicht ist auch irgendwie mal was nicht da, muss nachbestellt werden, dann gibt's halt das andere Paket erst eine Woche später. Ähm und hat so diese diese Bündelungsendbündelungsbeziehungen äh die unsere Datenmodelle explizit ausweisen. Mhm. Ähm sowas gibt's in diesen ursprünglichen Eventlocks nicht. Äh und ähm viele Prozesse sind genau deshalb schwierig und komplex, weil diese Bündelung und Endbündelung halt wichtige Entscheidungspunkte darstellen, nach welchen Regeln ich das machen möchte, äh wie ich damit umgehe, wann ich was wie aufsplitte, wann ich
wie was zusammenfüge. Äh und solche Sachen nicht zu sehen, äh das äh das erschien uns äh nicht angemessen. Also, wir wollten generisch in unserem Ansatz mit diesen Dingen, mit diesem Problem umgehängen können. Ähm und ähm ähm mal einfach gesprochen ähm bilden wir dadurch äh so diese diese Verhältnisbeziehungen äh zwischen den Geschäftsobjekten ähm dann bei uns ab.
Und man kann vielleicht einfach gesprochen sagen, dass wir das, was in der Datenbank sozusagen statisch festgehalten reingeschrieben wird, das wieder sozusagen auf ähm auf auf äh die Prozessabfolge und die Zeitachse projizieren und dann sehen wir dann in welcher Reihenfolge irgendwelche Dinge passieren.
Und damit haben wir halt auch eine Durchgängigkeit, dass ich mir mein ähm mein Analyseprozessmodell anschaue. Ich kann dann da reinblättern, äh einzelne Geschäftsfälle auswählen. Diese Geschäftsfälle sind jetzt nicht nur eine einfache Sequenz, sondern ähm auch eine ähm eine partielle Ordnung und damit ähm eigene Grafstrukturen, wo dann genau da halt für einen einzigen Vorgang drin steht.
Äh da gab's mal diese Bestellung. Auf diese Bestellung gehören drei Positionen. Aus diesen drei Positionen wurde jeweils dann eine Entnahme. Ähm zwei von denen wurden dann in ein ähm in einen Lieferauftrag zusammengefasst. Das Dritte kam irgendwie später. Äh und diese Dinge kann ich dann explizit bis in den einzelnen Geschäftsfall runterblättern und sehe dann sozusagen auf der Feengranulsten Ebene semantisch exakt das, was auch in meiner EP Datenbank steht äh und kann damit nachvollziehen, dass meine Analyse das Richtige zeigt.
Wer ist eure Zielgruppe dafür? Sind das unzufriedene andere ähm äh Miningkunden oder ist das der, der anfangen will, seine Prozesse näher zu betrachten? Also äh ich glaube, mit der mit dem, was wir anbieten, ähm stehen wir auf jeden Fall äh bereit ähm mit Leuten zu sprechen, die entweder mit diesen Problemen in mit ihren bisherigen äh Werkzeugen gegen die Wand gefahren sind ähm äh oder die vielleicht auch noch andere Probleme haben, ihre aktuellen Ansätze zu platzieren oder intern zu rechtfertigen. Ja, äh da freuen wir uns
natürlich sehr äh das mit denen zu besprechen. Äh und ähm unser Ziel ist aber darüber hinaus ebenfalls ähm Unternehmen aus dem groben Mittelstand an diese Themen ranzuführen. Äh und das äh erfordert dann auch noch mal ähm ein bisschen mehr an Begleitung, wie sie jetzt vielleicht die ganz großen Anbieter äh ähm nicht mehr machen möchten und [räuspern] ähm äh diese diese Begleitung äh das Ganze dann auch im Unternehmen zum Laufen zu bringen äh und zu helfen äh die Datenanbindung ähm an das Werkzeug ähm aufzusetzen. Ähm,
das leisten wir ebenfalls. Äh, und ähm äh unser Ziel ist dann, dass unsere Kunden mit diesen Einsichten dann grundlegend besser werden können, äh und ihre Prozesse in den Griff kriegen. Schließ mal mal die Kurve, wo ist der Call to Action an? Sollen sie dir schreiben, aber du hast ja 1000 Hüter auf.
Soll sollen sie Lukas kontaktieren oder wie wollen wir das machen? Also jeglicher Kontaktweg eignet sich ähm ein Kontaktweg ist äh auf ähm auf LinkedIn z.B. uns anzuschreiben. Also alle, die irgendwo rea in ihrem Etikett mit vermerkt haben, das ist sind nicht nur ich und Lukas, sondern auch die verschiedenen anderen Leute aus der Firma. Ähm, spricht uns gerne an.
Ähm, dann gibt's auch andere Kanäle über unsere Website, äh, über E-Mail. Ähm, also jeglicher Kontaktkanal eignet sich äh um mit uns zu sprechen. Okay. Ähm, dann muss ich noch noch eine Frage, bevor ich zu den den letzten, wir haben die Stunde nämlich schon geschafft, ähm noch eine Frage zu diesem diesem ähm Projekthändling sozusagen.
Also, wenn jemand, wenn du einen neuen Mittelstandskunden gewonnen hast und der macht Mining, ja, jetzt habe ich auch gesehen, dass ihr mit unterschiedlichen Anbietern oder mit unterschiedlichen Firmen Integratoren auch arbeitet, also hier Miragon beispielsweise und so seid ihr oft unterwegs. Also, wenn die sagen, okay, ich möchte reingucken, ja, und ich möchte auch Automatisierung in irgendeiner Form angehen und so weiter und so fort, arbeitet ihr dann mit einem Netzwerk von Partnern oder wie wie baut ihr euch da
auf? Wie wie sind die Ratschläge, die deinen potenziellen Kunden geben kannst? Ja, das ist richtig. Äh wir haben eine Reihe von Partnern. Ähm, das kann man bei uns auf der Website auch einsehen. Äh, die ähm Funktionalitäten oder Leistungen anbieten äh, die wir selber nicht an äh anbieten. Äh, das sind zum einen ähm Beratungshäuser äh, die ähm äh Kompetenzen haben ähm mit speziellen ähm operativen äh Geschäftsproblemen.
Ähm äh dann haben wir Anbieter, die ähm die Miragon hast du erwähnt ähm äh die ähm dann Implementierungsleistungen oder Automatisierungslösungen ähm dann entsprechend weiterführen können. Ähm dann gibt's auch noch Unternehmen, die ähm Prozessdokumentation ähm bereitstellen können. Z.B. ähm äh mit der mit der BOC sind wir da äh gut im Kontakt.
Äh und ähm äh insofern können wir da auch Hilfestellung leisten, sozusagen äh größere Anforderungspr äh Pakete äh mitzugestalten äh die in die Richtung abzählen, ein systematischeres Prozessmanagement aufzubauen. Okay, drei Fragen habe ich noch. Ähm bist du hast du noch die 5 Minuten oder oder gut gibt's ein wissenschaftliches Thema, dass du gern bearbeiten würdest oder nicht bearbeitet bisher noch nicht bearbeitet hast und was ja irgendwie noch durch den Kopf geht.
und du sagst, okay, da muss ich noch mal ran. Also, ich bin ja noch jung, ich habe ja noch viel Zeit. [gelächter] Äh, gibt's eins? Also, es gibt ein Thema, mit dem ich ähm [schnauben] noch lange nicht fertig bin. Also, ähm wir haben lange bei uns in der Community und auch bei uns im Team an Process Mining Techniken gearbeitet.
Ähm, wir sind uns so ungefähr so seit 3 vi Jahren stärker bewusst äh das ähm ähm das ist in benachbarten äh Domänen ähm ebenfalls ähm ähnliche Datenanalysen gemacht werden. Der Bereich heißt Visual Analytics, der zielt sehr stark darauf ab, ähm interaktive visuelle Oberflächen zu gestalten für analytische Zwecke.
Ähm, in dem Bereich sind wir immer noch dabei, uns einzuarbeiten. Ähm, wir haben dort in den Konferenzen und Journalen äh in den letzten zi d Jahren ähm einige Beiträge unterbringen können, aber dieses Feld ist so reichhaltig. Äh, also das ähm äh da habe ich noch viele Fragen offen und viele ähm Gestaltungsideen und Evaluationsfragen, wie sich Dinge darstellen lassen äh und dann auch entsprechend ähm wissenschaftlich evaluieren lassen mit Blick auf ihre Nützlichkeit.
Ähm damit werde ich mich sicherlich in den nächsten 5 Jahren noch mehr beschäftigen. Gut, jetzt äh Frage Nummer 2, also die vorletzte. Da gibt's ähm außerhalb der Informatik ein Buch, Musik, ein Film oder irgendwas, was du mit Begeisterung aufgenommen hast, ähm und was gar nicht mit der Informatik zu tun hatte.
Gibt's da irgendwas, was du nennen magst oder kannst bei den vielen Hüten, die du aufhast? Gehst du surfen? Surfen, golfen? Nee, golfen gehst du nicht. [gelächter] Äh, ich bin äh ich bin großer Fan äh von äh von Archäologie und Alterdumsforschung. Ähm, mich interessiert sehr äh was äh im alten Ägypten oder im alten Mesopotamien ähm so alles getan wurde.
Also das ähm das interessiert mich auch sehr. Da hätte ich auch gerne mehr Zeit ähm mir solche Städten dort mal ähm selbst äh live und in Farbe anzuschauen. Steht noch auf meiner Liste. Mm. Okay, ich muss noch eine Zwischenfrage dazu. Nee, nee. Okay. Anders, wir machen wir wir machen mal hier Feierabend. Ja, also wir haben ja festgestellt, dass wir soweit nicht voneinander wohnen.
Ja, also wir könnten ja die Fragen dann entsprechend fortsetzen. Ähm, nee, doch, ich muss, Es gibt Klischees über Professoren. Ja. Mhm. Ähm, welchem entsprichst du so absolut nicht? Kannst du mir eins nennen, wo du sagst, okay, das bin ich gar nicht. Das ist nicht die letzte Frage. Ich habe noch eine andere. Weiß ich nicht. Muss ich passen.
[gelächter] Okay, alles klar. Okay, verstehe. So und dann die letzte Frage: Worüber kannst du herzhaft lachen? Ja. Ähm, Monty Python, ehrlich? Ja, sehr gut. Also, Archäologie und Monty Python. Okay, alles klar. Dann ja, ich stelle fest, wir wohnen nicht nur nebeneinander, sondern wir haben durchaus auch Parallelen in dem, worüber wir lachen können und was wir ähm was wir ansonsten so rumtreiben.
Ich wollte Archä Archäologie studieren früher. Ja, als mir auch als Schüler mal durch den Kopf. Ja, ja, ja. Aber dann später sollte Journalismus werden, weil ich auch so eine klischeehafte Vorstellung, ich buddel irgendwas aus und find das toll. Hatte ja, aber ähm das ist aus beim ist nichts geworden. Also jetzt bin ich hier.
Ja, jetzt machen wir Prozessarchäologie. Also es ist ja in vielen Unternehmen ja irgendwie nicht so komplett anders. Ja, also man muss rausfinden, was da los ist und was da war und warum irgendwie was ist. Ähm ja, ich meine, bin jetzt auf der auf der Metaebene. Ja, aber nee, nee, aber durchaus. Ja, also man muss sich das ja nur man muss sich das nur schön reden, hätte ich bald gesagt.
Es sind keine verlorenen Träume, sondern [gelächter] wir haben wir haben uns das nur wir haben uns das nur anders gestaltet. Okay, gut. [räuspern] Ähm, Jan, es war mir ein Test, ein Vergnügen, ein ein Spaß. Ja. Ähm, vielen Dank. Ja, hat Spaß gemacht, dich kennenzulernen. Ich wünsche euch und dir viel Erfolg.
äh vor allem auch den Bemühung im Prozess Mining Umfeld und die Erweiterung äh in Sachen Visualisierung finde ich ganz spannend, weil ich glaube, dass im Markt tatsächlich da etwas brach liegt. Ja, genau. Aus dieser Betrachtungsweise ähm sehe ich so beim Kunden auch. Ja, also diese kläglichen Bemühungen, die andere Hersteller an Tag legen aus den Daten vernünftige Dinge zu tun.
Ja, das ist ein bisschen traurig. Also, da ist ein ordentliches Feld, kannst du dich noch ordentlich betätigen. Ähm, glaube ich. Ansonsten ähm ich könnte dir auch sagen, welchem Klischee du nicht entsprichst, aber das sage ich dir jetzt nicht. Also das ja, das können wir dann in der Kommentarleiste [gelächter] auf LinkedIn diskutieren.
Alles klar. Ähm ich wie gesagt, ich wünsche viel Erfolg schön, dass es geklappt hat. Äh ich wünsche dir ein schönes Wochenende. Ähm und ähm dann sehen wir uns garantiert jetzt das öfteren Mal. Dann laufen wir uns über den Weg. Jetzt wissen wir ja, was wir vinander zu halten haben. Also super, ich freue mich drauf.
Vielen lieben Dank dir. Ja, bis dann erstmal. Ja, bis dann. Tschüss. Tschüss. [musik] Ich bin raus. Wir sehen uns nächste Woche.