Intro: Reaction-Format & Gäste
Mirko begrüßt Patrick (ehemaliger Berliner, jetzt Mecklenburg-Vorpommern) zum Reaction-Format. Statt klassischer Prozessmodellierung schauen sie sich ein Webinar der 5Minds zum Thema „Superpower Geschäftsprozesse“ an. Patrick hat historische Berührungspunkte mit BPMN und Prozessautomatisierung – von Brauerei-Reklamationsprozessen auf Tapeten bis zur eigenen Process Engine. Sein Fazit: Prozessdenken ist Fluch und Segen – man sieht überall Optimierungspotenzial, kann aber nicht immer eingreifen.
Webinar-Inhalt: Digitale Transformation & Painpoints
Das Webinar von 5Minds (Software-„Dirigenten“ aus Gelsenkirchen) thematisiert:
- Digitalisierungs-Fallen: Analoge Probleme werden durch unkoordinierte Software-Anschaffungen zu digitalem Chaos („Müllhaufen“ aus teuren, inkompatiblen Tools).
- Beispiel Musikindustrie: Vom Plattenhändler zu Streaming – Disruption durch digitale Prozesse. Patrick kritisiert das Beispiel als zu vereinfacht („Blockbuster vs. Netflix wäre besser“).
- Unternehmens-Painpoints:
- Interne Widerstände („Das haben wir immer so gemacht!“)
- Fehlende Strategie („Wo anfangen?“)
- Fachkräftemangel & hohe Kosten
- Komplexität und Datenschutzängste („Sicherheit ist oft ein Scheinargument“).
Lösungsansatz: Process Cube
5Minds präsentiert ihre Plattform Process Cube als Antwort:
- Studio: BPMN-Modellierung + technische Anreicherung („Fachlichkeit meets IT“).
- DocFlow: Webanwendung zur Prozessdokumentation (SharePoint-Integration).
- Low-Code/Node-Red: Automatisierung von Tasks (z. B. Rechnungserstellung) ohne tiefe Programmierkenntnisse.
- Pilot: Monitoring-Tool für laufende Prozesse („Maschinenraum-View“).
- Authority: Zentrale Rechteverwaltung (AD-Anbindung).
Kritikpunkt von Patrick:
- USP zu wenig herausgestellt: Wo liegt der Unterschied zu Camunda, Appian & Co.? („Offenheit? Kosten? Zielgruppe?“)
- Storytelling schwächelt: Generalistische Darstellung statt konkreter Use-Cases („Manager brauchen Narrative, nicht Technik-Details“).
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